Der Rouenhof – Moralisch Bankrott
Der Rouenhof hat jedes Recht, seine Räumlichkeiten nach eigenen Vorstellungen zu vermieten oder nicht zu vermieten. Was jedoch irritiert, ist die Selbstinszenierung als moralische Instanz, die meint, demokratisch gewählte Parteien und Millionen von Bürgern öffentlich diffamieren zu müssen.
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Statt einer sachlichen Absage präsentiert die Familie Verhoeven eine Mischung aus politischer Arroganz, billiger Polemik und geschmacklosen NS-Anspielungen. Offenbar reicht es heute manchen nicht mehr, anderer Meinung zu sein – politische Gegner müssen dämonisiert, beleidigt und gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Wer sich dabei gleichzeitig als Verfechter von Toleranz und Demokratie darstellt, offenbart vor allem seine eigene Doppelmoral.
Besonders entlarvend ist die Behauptung, man stehe für Offenheit, Bürgerdialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer aber den Dialog mit Andersdenkenden verweigert und stattdessen zur öffentlichen Verächtlichmachung greift, zeigt nicht demokratische Stärke, sondern ideologische Abschottung. Offenheit gilt offenbar nur so lange, wie alle dieselbe Meinung vertreten.
Die AfD muss nicht von einem Biohof belehrt werden, dessen Betreiber politische Gesinnungsprüfungen zur Voraussetzung für Gastfreundschaft machen. Die Bürger entscheiden bei Wahlen über politische Inhalte – nicht selbsternannte Moralrichter auf dem Land.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Die Absage sagt weniger über die AfD aus als über jene, die sich für so moralisch überlegen halten, dass sie Andersdenkende nicht mehr als Gesprächspartner, sondern nur noch als Feindbild betrachten.
Wer Menschen aufgrund ihrer politischen Überzeugung ausgrenzt und verspottet, sollte vorsichtig sein, wenn er anderen Intoleranz vorwirft.








